Perfect couple – Instagram und dein Blog als perfektes Duo

Nein, Blogger haben oft kein leichtes Dasein. Nur Fotos produzieren und Faulenzen reicht nicht, wenn man sich ambitioniert einen Namen im Social-Media-Business machen möchte. Und seit sich Instagram, nach 2013, zur wichtigsten Fotoplattform im Mode- Lifestylebereich entwickelt hat, ist der dortige Auftritt  essenziell für den Erfolg. Hinter einem guten Blog muss ein noch besserer Instagramaccount stehen. Zudem muss die Interaktion zwischen den Kanälen optimal gefördert werden.

Nachdem ich in einem vorherigen Artikel bereits versucht habe, den Weg zum eigenen Blog vereinfacht zu erklärengeht es hier nun um den Instagram-Algorithmus und die optimale Verknüpfung zwischen Account und Blog.

Die Krux mit dem Algorithmus

Seit Instagram seinen Algorithmus im August 2016 eingeführt hat, werden die Beiträge nicht mehr in chronologischer Reihenfolge, sondern nach Relevanz  sortiert. Diese richtet sich nach einer allgemeinen und einer auf jeden Nutzer personalisierten Bewertung. Klingt kompliziert? Ist es auch. Der Konzern hütet die genaue Funktionsweise seines Algorithmus besser wie ein Staatsgeheimnis. Kein Geheimnis ist allerdings, dass es Mittel und Wege gibt, den Algorithmus auch für sich zu nutzen.

Wie schaffe ich es, dass mein Post möglichst vielen Followern angezeigt wird?

Wenn du heute wieder ein Bild in deinen Feed postest, wird es schätzungsweise nur 10% deiner Follower angezeigt. Die Auswahl erfolgt nach den Faktoren Interesse (wer beispielsweise häufig Streetstylefotos liked, findet diese wahrscheinlich bald ganz oben in seinem Feed vor), Beziehung der User untereinander (likest du immer die Posts deiner besten Freundin, werden diese im Feed nach oben gereiht) und Aktualität (neuere vor älteren Posts). Die Stunde nach der Veröffentlichung deines Posting ist entscheidend: Nur ein erfolgreicher Post mit vielen Likes und Kommentaren wird den restlichen 90% deiner Follower angezeigt. Wenn du also in den ersten 60 Minuten nicht genügend Reaktionen bekommst, wird der neue Beitrag schnell zum Flop.

Deshalb lautet die Devise nun: Dran bleiben. In diesem Fall am Handy, Tablet oder PC. Und das für die Dauer von mindestens einer Stunde. Diese Zeit nutzt du optimal, indem du ehrliche Kommentare unter Posts setzt, die dir gefallen, Kommentare unter deinem eigenen Beitrag beantwortest und versuchst mit deren Schreibern in Dialog zu treten. Behalte dabei im Hinterkopf, dass ein jedes Kommentar länger als vier Wörter sein sollte, um von Instagram auch als solches gewertet zu werden.

Ja, Erfolg ist das Resultat von viel Engagement, aber in diesem Fall handelt es sich glücklicherweise nicht um reine trockene Arbeit.  Im Gegenteil, durch den Austausch mit anderen User lernst du viele neue nette Leute kennen, mit denen du vielleicht auch abseits von Social-Media Gemeinsamkeiten teilst. Konversationen unter den Posts zu fördern, ist defintiv ein Pluspunkt des Algorithmus.

Vorsicht vor Like & Comment Gruppen

Von diesem Thema kann ich ein Lied singen. Fast täglich trudeln neue Anfragen herein, ob ich nicht Lust hätte, Teil einer dieser Gruppen zu werden. Ich selbst lehne immer ab und rate auch anderen es so zu handhaben. Zwar existiert von Instagram zu diesem Thema kein offizielles Statement, doch es gibt immer wieder Beobachtungen, dass solche Gruppen vom Algorithmus abgestraft werden, indem die Beiträge der Teilnehmer in der Relevanz ganz nach hinten verschoben werden.

Mache es dir lieber zum Ziel, echte und ehrliche Kommentare zu erhalten und baue dir eine Community auf. Um das auch zu erreichen, sollte es für dich zur Regel werden, interessante und lesenswerte Beiträge zu produzieren. Mach dir Gedanken über was du schreiben willst, denn Instagram ist ein Blog im Kleinformat. 

Nutze die Möglichkeit Stories zu kreieren

Instagram belohnt Nutzer, die häufig etwas in ihre Story posten mit zusätzlicher Reichweite. Außerdem schaffen es so auch Beiträge, die du zwar als gut, aber nicht gut genug für deinen Feed empfindest, vor die Augen deiner Follower. Wer gerne und fleißig fotografiert und Content produziert, wie ich, hat dadurch die Möglichkeit ein viel breiteres Spektrum seiner Arbeit zu zeigen.
Desweiteren merkt sich Instagram, wessen Stories du dir besonders gerne ansiehst und platziert sie ganz vorne.

Welche Hashtags sollte ich verwenden?

Maximal 30 Hashtags sind unter einem Post erlaubt und diesen Rahmen nutze ich auch immer voll aus. Es gibt auch Stimmen, die die optimale Anzahl der Hashtags auf etwa zehn Stück schätzen. Hier solltest du aber selbst ausprobieren, was am besten funktioniert. Meiner Erfahrung nach bedeutet mehr Hastags auch mehr Reichweite, aber ich möchte hierzu keine Empfehlung abgeben.
Allerdings sollten die Hastags auf das Bild abgestimmt sein. Findest du eine Nische, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dein Beitrag dort unter die Top-Posts gereiht wird. Auch Tags, deren Umfang den sechsstelligen Bereich übersteigen, sind nicht zielführend, da dein Bild dort in der Masse untergehen wird.

Gerne kannst du dich von meiner Auswahl inspirieren lasse, schlussendlich solltest du aber selbst herausfinden, was zu deinem Content passt.

Die Gute Nachricht

Gibt es auch bei diesem Thema. Und zwar wäre sie die Tatsache, dass Nutzer, welche sich durch den illegalen Zukauf von Followern und Likes Vorteile verschaffen wollen, durch den Algorithmus eingebremst werden. Zieht man nämlich die oben genannten Faktoren in Betracht, sind auch abertausende von „gefällt mir“ unter einem Beitrag oder Abonnenten im Profil keine Erfolgsgarantie. Was zählt, ist nämlich die Interaktion unter den echten Nutzern.

Wie locke ich Leser von meinem Instagramaccount auf meinen Blog und umgekehrt

Ein Blog erweitert die Möglichkeiten und bietet neue Chancen. Hier sind den Gedanken und Artikeln (fast) keine Grenzen gesetzt. Trotzdem zögern viele und bleiben dann doch „nur“ bei Instagram. Aber warum sollten Themen, die dort im Kleinen schon gut funktionieren, nicht im eigenen Blog auch funktionieren? Wenn du mit Spaß und Leidenschaft an die Sache herangehst, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Wenn du außerdem schon eine treue Community auf Instagram besitzt, stehen deine Chancen nicht schlecht, diese vielleicht auch bald zu treuen Lesern deines Blogs zu machen.
Eine gute Verknüpfung der beiden Kanäle erleichtert dabei einiges.

Wie binde ich Instagram in WordPress ein?

Damit meine letzten Postings auf meiner Website aufscheinen, verwende ich das Plugin „WP Instagram Widget“. Nach der Installation findet ihr es unter Design > Widgets > Instagram. Die Einstellungsmöglichkeiten sind recht überschaubar. Einfach den Profilnamen des Accounts und die gewünschten Optionen auswählen (wie Größe und Anzahl der gezeigten Bilder) und schon scheinen eure Beiträge auch im Blog auf.

Wie binde ich meine Website in meinen Account ein?

Du solltes unbedingt die Internetadresse mittels Link an dein Profil anheften. Der Rest ist reine Eigeninitiative. Werbe in deinen Postings für den Blog, erzähle deinen Followern in der Story darüber und baue dort (wenn möglich) Swipe-ups zu neu veröffentlichten Beiträgen ein.

Doch neben all den Faktoren und Tipps, welche du in diesem Artikel findest, hängt auch viel von deinem Durchhaltevermögen ab. Erfolg kommt nicht über Nacht!

Deine Claudiabella <3

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