Das Hotel Teichwirt – Wo Kulinarik auf Wellness trifft

Jeder Mensch benötigt hin und wieder eine Auszeit. Bei mir war es Anfang Jänner soweit. Dank massenhafter Verpflichtungen im Alltag fühlte ich mich dauerhaft gehetzt. Jeden Abend fiel ich zwar todmüde ins Bett, schaffte es in der Folge aber trotzdem nicht in einen erholsamen Schlaf zu fallen. Irgendwann kam ich zu dem Entschluss, dass es jetzt an der Zeit wäre, dem ganzen Real-Life-Chaos für ein paar Tage zu entkommen. „Ein kleiner Wellnessurlaub wäre jetzt genau das richtige“, dachte ich mir. Ruhesuchend wie ich war, fiel meine Wahl auf das HOTEL TEICHWIRT**** auf der steirischen Teichalm.

Und diese Entscheidung würde sich als goldrichtig erweisen. Aber überzeuge dich doch selbst……

Die Teichalm ist eine der größten zusammenhängenden Weideflächen in den Alpen

Die Teichalm

In Mitten des grünen Herzes Österreichs, der Steiermark, befindet sich dieTeichalm. Zusammen mit der Sommeralm bildet sie eine der größten zusammenhängenden Weideflächen der Alpen. Im Sommer bevölkern zahlreiche Kühe das Hochplateau. Nach dem Almabtrieb im Oktober, wenn das Bimmeln der Kuhglocken verstummt ist, wird die Teichalm zu einem Paradies für Ruhesuchende und Wintersportler.

Den großen Trubel sucht man hier vergeblich. Die kleine Liftanlage am See befördert eine überschaubare Menge an Skifahrern die Piste hinauf und Langläufer kommen auf den, dank Kunstschnee immer perfekt präparierten Loipen, voll auf ihre Kosten.

Als Unterkunft haben wir uns das Hotel Teichwirt**** ausgesucht

Anreise und Unterkunft

Für meine Anreise wählte ich das Auto, da es die unkomplizierteste Variante darstellte. Von Wien oder München kommend wählst du am besten die Autobahnabfahrt Mixnitz, um anschließend über Breitenau auf die Alm zu gelangen. Das Hotel Teichwirt befindet sich auf 1200 Metern Seehöhe und punktet alleine schon wegen der ausgezeichneten Lage direkt am Teichalmsee.

Bei unserer Ankunft (mein Freund und Fotograf M war natürlich mit von der Partie) kurz nach Mittag, wurden wir sofort stürmisch und freundlich begrüßt. Und zwar vom Haushund Henry, einem quirligen und freundlichen Golden Retriever. Dieser, so scheint es, wacht Tag und Nacht über das Haus und die Gäste und beäugt zwischendurch auch kritisch die Hotelangestellten beim Werkeln. So habe ich Henry während meines Aufenthaltes des Öfteren vor dem Eingang der Hotelküche vorgefunden. Mir schien, als würde er aufpassen, dass drinnen wohl alles glatt läuft.

Henry, der Haushund, beobachtet das Treiben in der Küche

Den Check-in hat Henry aber natürlich nicht übernommen. Dafür aber die Hotelchefin persönlich. Das Haus wird seit vier Generationen mit viel Herzlichkeit von der Familie Vorauer geführt. Dass die Familie einen großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre und Tradition legt, spürt man als Gast sofort. 18 der 23 Zimmer wurden erst im April 2016 komplett neu gestaltet. Dabei wurde versucht, das urig Natürliche zu bewahren, ohne dabei auf modernen Komfort zu verzichten.

Dieser Spagat ist mehr als geglückt. Die Möbel und der Boden sind aus naturbelassenem Holz und die Farben des Boxspringbettes und der Polstermöbel stehen im Einklang mit der Natur, draußen vor der Balkontüre.

Apropos Balkontüre: Jedes Zimmer im Hotel Teichwirt verfügt über einen großzügigen Balkon mit Blick in die Almenlandschaft. Von meinem Zimmer aus hatte ich zudem einen guten Blick auf die Skipiste, direkt gegenüber vom Hotel.

Die Rezeption im Hotel Teichwirt
Der Eingangsbereich des Hotels lädt zum Verweilen ein
Der Gang zu unserem Hotelzimmer
Die Einrichtung des Zimmers steht im Einklang mit der Umgebung
Das lichtdurchflutete Zimmer bietet eine angenehme Atmosphäre
Blick auf die Almenlandschaft
Blick von unserem Balkon auf die Skipiste
Gruß des Hauses

Süße Versuchung

Nachdem wir unsere sieben Zwetschken verräumt hatten, machten wir uns über die süßen Willkommensgrüße her. Diese bestanden aus einem großen Linzerauge und einem mit Marmelade gefüllten Spritzgebäck. Aber das sollten nicht unsere einzigen süßen Versuchungen an diesem Wochenende werden. Der Hausherr persönlich ist nämlich Konditor-Meister und verwöhnt die Hotelgäste liebend gerne mit allerhand Leckereien. Damit aber selbst hungrige Wanderer und Skifahrer auf ihre Kosten kommen, sind dem Hotel ein Almgasthof und eine Konditorei angeschlossen.

Wobei der Gasthof eigentlich zuerst da war. Den Teichwirt gibt es nämlich bereits seit 1798. In diesem Jahr wurden die Grundmauern des dem Hotel vorgelagertem Wirtshauses errichtet. Regionalität wird im Gasthof, in der Konditorei, sowie natürlich auch im Hotel selbst groß geschrieben. So kommen viele Produkte direkt von den Almbauern der Region. Ich persönlich kann dir nur empfehlen, bei einem Besuch den Kaiserschmarren zu probieren. Der ist nämlich ein richtiges Geschmackserlebnis und passt auf die Alm wie wohl kaum eine andere (Süß-) Speise.

Bei Süßem kann ich wirklich nicht widerstehen
Der Chef des Hauses verwöhnt die Gäste mit allerlei Leckereien
Da muss man natürlich zuschlagen
Wirklich jede Süßspeise ist ein Gedicht
Die urige Einrichtung des Wirtshauses ist einmalig
Die Grundmauern des Gebäudes sind über 200 Jahre alt

Entspannen im Teichspa

Da es am Tag unserer Ankunft draußen leider schon früh finster wurde, beschlossen wir die Outdoor-Aktivitäten auf den nächsten Tag zu verschieben. Stattdessen statteten wir dem Spabereich des Hotels einen Besuch ab. Dort erwarten den Gast neben einer Infrarotkabine, dem Eukalyptus-Dampfbad oder der Finnischen Sauna, auch ein Whirlpool. Letzteres sorgt mit seinen Massagedüsen für herrliche Entspannung.

Und weil es so schön war, beschloss ich das Whirlpool gleich zu meinem Lieblingsplätzchen für die nächsten Tage zu machen. Die Saunen überließ ich meinem Freund. Mein Kreislauf ist nämlich kein wirklicher Freund des großen Schwitzens.

Nach Sauna oder Whirlpool wartet ein schöner Ruheraum mit bequemen Liegen, gesundheitsfördernder Salzsteinwand und einem offenen Kamin darauf, es sich in ihm gemütlich zu machen. Davor sollte man aber unbedingt noch dem Teebuffet einen Besuch abstatten.

Mein Highlight im Teichspa war der Whirlpool
Dort hätte ich Stunden verbringen können
Auch der Blick hinaus in die Landschaft ist ein Traum
Für Liebhaber des großen Schwitzens stehen verschiedene Saunen zur Auswahl
Der gesamte Wellnessbereich ist sehr gemütlich eingerichtet

Romantik beim Candlelight Dinner

Das mit dem Süßen ist halt so eine Sache: Ich könnte Unmengen und mehr davon in mich reinfuttern, satt werde ich aber trotzdem nicht. Deshalb knurrte mein Magen schon als wir zum Abendessen ins Hotelrestaurant aufbrachen. An beiden Abenden unseres Aufenthaltes wurden wir dort mit einem 5-Gänge-Menü verwöhnt. Den dazu passenden Salat kann sich jeder Hotelgast selbst am Buffet zusammenstellen.

Am Freitag entschied ich mich als Hauptspeise für ein Wildlachsfilet in der Haselnusskruste mit Steirerkren Sauce und Gemüse Couscous, am Samstag für Käsespätzle vom Almenland Stollenkäse. Da ich bewusst auf Fleisch verzichte, war ich sehr erfreut darüber, dass auch immer ein fleischloser Hauptgang angeboten wurde. Zusätzlich möchte ich noch einmal die Frische und Regionalität der verwendeten Produkte hervorheben.

Zwischen der Vorspeise und dem Hauptgang wurde als kleiner Geschmacksneutralisierer ein Sektsorbet serviert und als Nachspeise wurden uns natürlich kulinarische Schätze aus der Konditorei aufgetischt.

Das Hotelrestaurant des Hotel Teichwirt
Unser Tisch – bereit für das Candlelight Dinner
Am Salatbuffet kann sich jeder Gast seine individuelle Salatkreation zusammenstellen
Am ersten Tag wurde uns als erster Gang eine Fritattensuppe serviert
Ein Highlight des Menüs war das Sektsorbet
Wirklich vorzüglich hat der Wildlachs geschmeckt
Ein Gedicht war auch die Nachspeise am ersten Abend
Am zweiten Tag startete das Abendessen mit einer Knoblauchsuppe
Als Hauptgang wählte ich die Käsespätzle
Natürlich war auch das Dessert wieder richtig lecker

Morgenspaziergang um den Teichalmsee

Nach einer erholsamen Nacht beschloss ich am zweiten Tag gleich nach dem Aufstehen einen Spaziergang zu machen. So wollte ich die magische Stimmung, der mit Frost bedeckten morgendlichen Almenwelt einfangen.

Nachdem ich meinem Freund davon überzeugt hatte mit zu kommen, ging es los. Als ich vor die Tür des Hotels trat, musste ich frösteln. Es war wirklich ein kalter Morgen. Aber Bewegung macht ja bekanntlich warm. Beim Gehen sind wir bei einer überdimensionalen Holzkuh vorbeigekommen. Mein Freund hatte eine richtig große Freunde mit ihr. „Weil ich vom Sternzeichen her Stier bin“, wie er begründete.

Aber zurück zu den Fakten: Der Rundweg um den See ist die ideale Strecke für einen schnellen Spaziergang. In etwa 20 Minuten fühlt man sich munter und der Magen macht Luftsprünge vor lauter Vorfreude auf das Frühstück.

Bei einem Morgenspaziergang um den See wird man so richtig munter
Das Wahrzeichen des Sees ist eine riesige Holzkuh
Aber es gibt natürlich auch echte Kühe auf der Teichalm
Morgentlicher Blick auf den Teichwirt – hier wartet schon das Frühstück

Ein guter Start in den Tag

Das Hotel Teichwirt verwöhnt seine Gäste mit einem großzügigen Frühstücksbuffet. Neben selbstgemachten Spezialitäten, wie Kuchen, Marmeladen und Kräuteraufstrichen, warten allerlei andere Schmankerln, sowie eine große Auswahl an Wurst, Käse und Müslis auf die hungrigen Gäste.

Auch das Brot und Gepäck fand ich richtig lecker. Ich kann dir aber nur ans Herz legen, dir bei deinem Aufenthalt im Hotel Teichwirt ein Omelette zu bestellen. Das war für mich nämlich das Highlight des Frühstücks.

Im Hotelrestaurant erwartet den Gast am Morgen ein reichhaltiges Frühstücksbuffet
Die Auswahl ist wirklich extrem groß
Zur Auswahl stehen auch zahlreiche Hausgemachte Spezialitäten, wie etwa der Marmorkuchen
Und selbst wenn der Tisch schon überquillt,…..
…..solle man nicht darauf vergessen, ein Omelette zu bestellen

Ein tierisches Erlebnis

Da ich ein richtiger Pferdefanatiker bin, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass das Hotel auch Kutschenfahrten organisiert. Diese starten direkt vor dem Wirtshaus und führen entlang des Mixnitzbaches zu idyllischen Plätzchen.

Wie schon am Morgen, war es auch während unserer Kutschenfahrt richtig kalt. Deshalb freute ich mich über die Kuscheldecken in der Kutsche. Die beiden Haflingerhengste, die das Gespann zogen, waren einfach zum Knuddeln. Diese Meinung teilten anscheinend auch viele Spaziergänger, welche die Kutsche beim Vorbeifahren ganz begeistert fotografierten.

Pferdeliebhaber können die Teichalm auch per Kutsche erkunden
Die beiden Haflingerhengste waren wirklich sehr süß
Nur der Schnee hat bei unserer Fahrt leider gefehlt
Trotzdem war es ein tolles Erlebnis

Teestunde in der Bibliothek

Nach der Pferdekutschenfahrt, das muss ich gestehen, war ich ganz schön abgefroren. Zum Glück hatte uns die Gastgeberfamilie zu einer gemütlichen Teestunde in die Bibliothek geladen.

Die Lesestube ist mir als einladend und behaglich in Erinnerung geblieben. Vor dem Fenster am Ende des Raumes warten zwei bequeme Ohrensessel auf die Gäste. Das Bücherregal ist vollgestopft mit alten Wälzern, aber es finden sich auch Zeitschriften,die sich zum größten Teil mit kulinarischen Themen befassen. Da ich kein Bücherwurm bin, habe ich mich bei meinem Besuch für eine klassische Tageszeitung entschieden. Das Rascheln der Zeitungsblätter passt auch irgendwie ziemlich gut zu der urigen Stube, wie ich finde.

Nachdem wir aus einem großen Sortiment an verschiedenen Tees unsere Favoriten (bei mir Ingwer-Zitrone) auserkoren hatten, wurden uns noch pikante Brötchen und feinstes Teegebäck serviert.

Zur gemütlichen Teestunde wird schmackhaftes Teegebäck serviert
Die Bibliothek im Hotel Teichwirt ist ein sehr heimeliges Plätzchen

Last but not least

Vor unserer Abreise haben wir am letzten Tag unseres Wellnesswochenendes noch einen ausgedehnten Spaziergang gemacht. Da wir nicht das Glück hatten auf eine verschneite Landschaft zu treffen, konnten wir zwar nicht Schneeschuhwandern oder Rodeln gehen, dafür aber ziemlich querfeldein über die Alm spazieren. Dazu muss ich sagen, dass die Landschaft auch im Winter und ohne Schnee ein Traum ist.

Abschließend muss ich mich noch einmal ganz herzlich bei unserer Gastgeberfamilie und dem Team des Hotel Teichwirts bedanken. Ihr unaufdringliches Bemühen um unser Wohlergehen hat das Wochenende wirklich zu einem besonderen Erlebnis gemacht, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Mehr Infos zur Region Teichalm findest du auf der Homepage der Tourismusregion Almenland.

Hast du Lust mich auch auf meinen anderen Reisen zu begleiten? Dann statte doch der Rubrik „Meine Reisen“ einen Besuch ab.

Deine Claudiabella <3

Bei einem letzten Spaziergang habe ich am Sonntag noch einmal die tolle Natur genossen
Das Wochenende auf der Teichalm wird uns immer in schöner Erinnerung bleiben

2 Antworten auf „Das Hotel Teichwirt – Wo Kulinarik auf Wellness trifft“

    1. Danke für dein Feedback ❤️ Finde ich wirklich richtig lieb von dir ❤️ Das Wochenende war einfach wunderschön und ich kann das Hotel auch nur weiterempfehlen ❤️

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